Adlerwettbewerbe

Zum Abschluss des Nomadenfestes und auch dieser Reise gibt es jetzt noch als Highlights die Adler und Falken. Danach ist nichts mehr passiert das spannend genug wär es zu berichten.

Die Adler und Falken waren auf dem Festival allgegenwärtig. Schon bevor das Festival richtig angefangen hatte, haben wir sie am Grab von Manas Ordo bewundern können. Dort haben ihre Besitzer gemeinsam gebetet. Auch wenn gar nicht klar ist welcher Religion Manas angehörte wird er heut oft dem Islam zugeschrieben.

Die Vögel waren aber auch auf dem kulturellen Teil des Festivals zu bewundern und natürlich bei der Flugshow. Die Adler mussten von einer Seite des Hippodroms zur anderen Fliegen und auf dem Arm ihres Besitzers landen. Nicht alle fanden diesen Plan gut und manche sind gar nicht gestartet oder einfach wo anders hin geflogen.

Die Falken sollten in einer Show Tauben jagen die an einem Band durhc die Luft geschwungen wurden. Das war das erste was ich hier nicht so schön fand denn manche haben hierfür lebende verletzte Tauben genutzt. Auch die Falken haben nicht immer gatan was sie sollten und sind stattdessen teils einfach ein paar Runden übers Hippodrom gekreist.

Die Tiere sind aber alle wunderschön und von ihren Besitzern heiß geliebt. Mit diesen Bildern schließe ich den Blog also bis zur nächsten Reise. Machts gut.

Wrestling auf dem Pferd

Von dieser Sportart hatte ich ja schon mal kurz bei dem kleinen Nomadenfest berichtet. Zwei Teilnehmer auf Pferden versuchen sich gegenseitig von ihren Pferden zu ziehen an farbigen Gürteln. Der der vom Pferd fällt verliert. Ziemlich simpel. Sie müssen dabei in nem gewissen Kreis bleiben. Wenn die Zeit abgelaufen ist und beide noch auf dem Pferd sitzen wird nach Punkten gewertet.

Hier waren diese Spiele voll von muskelbepackten Kerlen. Der Sport war sehr beliebt und war der einzige der kommentiert wurde von mehreren Events die gleichzeitig stattfanden. Dabei war hier ja am offensichtlichsten wer gewinnt.

Bogenschießen

Juhu ich habe endlich wieder Zugriff auf meinen Blog. Nach meinem letzten Post konnte ich zwei Tage nicht auf den Blog zugreifen. Das ist wohl aber normal in Kasachstan. Komische Diktatoren schränken ja die Internetfreiheit gern mal ein. Während der letzten Wahlen waren wohl alle sozialen Medien nicht erreichbar für mehrere Tage. Naja jetzt bin ich auf dem Heimweg und versuch grad meine fast 7 h Umsteigezeit in Riga rumzubringen. Also zurück zum Nomadenfestival.

Hier kommen jetzt erstmal ein paar Bilder von den Wettkämpfen im Bogenschießen. Dies war endlich mal ein Sport in dem auch Frauen teilnehmen. Sonst ist das ja schon noch ne ganz schöne Machogesellschaft hier. Meistens sieht man die Frauen arbeiten und die Männer schlafen oder trinken. Leider war der Wettbewerb etwas unübersichtlich, denn alle haben gleichzeitig geschossen und noch mehrere auf eine Zielscheibe. Nur bei dem sich bewegenden Ziel waren einzelne Sportler aktiv. Da auch noch mehrere Sportarten gleichzeitig stattfanden, gab es auch null Berichterstattung (nicht das wir die verstanden hätten) zu diesem Wettbewerb. Wir wissen also nicht wer gewonnen hat aber es ist eins chöner traditioneller Sport. Und die Leute hier waren ja früher daür bekannt vom galoppierenden Pferd aus ihre Feinde zu erschießen.

Grenzkorruption

Ich weiß ich wollte euch noch mehr Bilder von den Nomad Games senden und das mach ich auch noch. Aber erstmal muss ich von dem berichten was gestern an der Grenze vor sich gegangen ist.

Da am Freitag mein Flug von Almaty nach Berlin geht bin ich gestern schon mit einer Marshrutka von Bischkek nach Almaty gestartet. Als gute Deutsche bin ich lieber ein paar Tage vorher in der Stadt bevor was schief gehen kann. Allerdings denken nicht alle Leute so und mehrere Leute hatten noch am selben Abend einen Flug von Almaty.

Am Grenzübergang zu Kasachstan ging erstmal alles ganz normal. Durch beide Grenzseiten durch und Gepäck durch den Scanner. Doch dann kam unsere Marshrutka nicht zur anderen Seite.

Wir würden also dann alle zu einem seltsamen Bereich geführt wo verdächtige Fahrzeuge genauer untersucht werden. Allerdings wusste keiner was eigentlich los war. Unsere Marshrutka hatte aber eine verdächtige Ansammlung von Touristen. 2 Japaner, 2 Polen und 3 Deutsche. Und das ist immer was wo Grenzbeamte Geld wittern.

Also wurde angeblich Mariuahna in der Marshrutka gefunden. Aber das ganze war von Anfang an suspekt. Denn es war weder klar wie viel noch wo es eigentlich gefunden wurde. Es gab ein paar Fragen in die Runde um zu sehen wer am verdächtigsten ist. Und die Wahl viel auf uns Deutsche. Obwohl wir weit auseinander saßen waren wir alle zu nah am Fundort. Der war allerdings gar kein Sitz sondern irgendwo oben im Bus.

Diese Marshrutkas fahren täglich viele Fahrten zu wohin auch immer Sie grad Bock haben. Selbst wenn das gefunden worden wäre hätte es von vor 10 Fahrten sein können.

Was uns hoch verdächtig gemacht hat (also mich nur weil ich aus dem selben Land war) war das die Jungs beide tätowiert waren und nicht zu knapp. Also haben sie Drogenspürhunde auf uns geschickt. Und zwar immer wieder nur zu uns Deutschen. Wir waren das Ziel der Fahndung. Allerdings hat der Hund nicht angeschlagen sondern dem Hauptverdächtigen über die Hand geleckt. Also musste ein zweiter Hund her der wieder nur zu uns kam mit dem selben Ergebnis.

Unser Hinterfragen warum nur wir geprüfte werden denn der angebliche Fund war ja nicht an unseren Sitzen sondern irgendwo im Bus wurde ignoriert. Dann hieß es plötzlich wir müssten auf einen Spezialisten aus Bischkek warten der unser Gepäck durchsucht. Nachdem der elektrisch Scanner und zwei Hunde nix gefunden haben. Warum die Grenzpolizei nicht selbst Koffer durchsuchen kann nach Drogen war uns schleierhaft. Warum ein kirgisischer Experte kommen soll für die Kasachische Grenze war auch ominös. Aber Bischkek ist ja nur 20min entfernt.

Dann sollte der eine plötzlich ne Blutprobe machen im Krankenhaus. Natürlich ging es auf den der Zeitdruck wegen seinem Flug hatte. Und auch nur er sollte getestet werden warum er blieb unbeantwortet.

Nach 1 Stunde kam statt dem Spezialisten aus Bischkek ein 18jähriger Grenzpolizist mit gutem Englisch. Der hat versucht einen auf unseren Freund zu machen und uns auszuhorchen. Wir wurden z. B.gefragt ob wir am Issyk Kul waren (angeblich die Drogenhochburg des Landes). Allerdings war die Frage sehr albern da jeder Tourist nach Issyk Kul fährt die haupttouristische Region des Landes. Ich war 4Wochen in der Provinz aber egal ich war nicht die Hauptverdächtige.

Der Typ fing dann an uns zu fragen warum wir kein Mariuahna rauchen was denn mit uns nicht stimmt und fing an uns seine angeblichen Drogenstorys zu berichten und wie gut das doch wäre zum entspannen. Ohne Ergebnis. Wir waren alle entspannt da wir ja wussten das man nix finden kann bei uns. Also ging er wieder zur Lagebesprechung.

Zurück kam er mit einer neuen Technik nämlich uns unter Druck setzen zu wollen. Es hieß plötzlich wir müssen jetzt noch 4-5h warten in einem Bereich ohne Essen oder Getränke für die Gepäck Durchsuchungen. Wissend das Leute zum Flughafen müssen. Selbst die Locals von der Marshrutka würden genervt weil das ganze offensichtlich Willkür und Schwachsinn war.

Dann wurde uns noch genau erzählt wie lange man angeblich im Knast landet für Drogenbesitz (was nicht mal stimmte). 5-8 Jahre schon für Kleinstmengen und wie schlimm das ja wär. Wir waren weiter entspannt und haben gewitzelt ob wohl der kirgisische oder der kasachische Knast besser wäre. Wieder zog der junge Beamte ohne Ergebnis ab.

Allerdings durften wir nach 5minuten plötzlich weiter fahren. Ohne irgendeine Gepäckkontrolle, ohne Experten ohne irgendwas. Komplett willkürlich und sinnfrei die ganze Aktion. Hätte man wirklich Drogen gefunden wären wir nie einfach weiter gefahren. Die Einheimischen haben sich noch entschuldigt für die Willkür und haben sich für die Korruption im Land geschämt.

Wir waren froh nach 2h endlich weiter zu kommen. Nun natürlich im Rushhour Stau aber wenigstens mit netten Gesprächen. Der Hauptverdächtige war grad noch pünktlich in Almaty um zum Flieger zu kommen. Wir waren alle froh das wir nich als einzige Touristen im Bus waren. Sowas hab ich noch nie erlebt

Pferderennen

Das Nomadenfest ist vorbei und ich bin zurück in Bischkek um meine Erkältung auszukurieren. Das Fest war super und nun will ich euch noch ein paar der Sportarten zeigen. Und dafür eignen sich Bilder halt am besten. Heut gibts also Bilder zum Pferderennen. Die Piste war ziemlich staubig und die Kinder sind fast alle ohne Sattel geritten.

Manas Ordo Nomad Games

Die Nomaden Festspiele sind jetzt endlich in vollem Gänge. Nachdem am erste Tag erst noch das Stadium fertig gebaut werden musste und es 6h Verspätung gab und der Kulturteil gleich 2tage später anfing ist jetzt das Programm über voll.

Gestern haben wir den ganzen Tag in Manas Ordo verbracht dem Ort wo das Kultur Programm stattfindet. Manas Ordo ist der legendäre Held der Sagen und Geschichten des Landes. Ob er wirklich existierte ist umstritten. Aber sein Mausoleum ist hier und auch ein Museum. Seine Legende wird von Manas Tellers besungen und ist hier allgegenwärtig.

So ist Manas auch ein wichtiger Teil des Festivals. Die verschiedenen Oblaste (Provinzen) treten in diesem Festival gegeneinander an. So haben sie einzelne Jurten Dörfer in Manas Ordo aufgebaut. Eine Jury geht in jedes Dorf und sieht sich um, dazu gibt es ein kulturelles Programm das bewertet wird. Auch wenn wir keine Ahnung haben was bewertet wird war es sehr spannend.

I’m Programm war immer ein Theaterstück aus den Manas.

Dazu gab es Tanz, Musik und Modenschauen mit traditionellen Outfits.

Dazu gab es dann Darstellungen der Handwerkskunst. Von Messer achten zu Wolle Weben und Shyrdak Herstellung.

Außerdem gab es noch einen Ethno Bazaar zum shoppen. Man kann zum Beispiel Bögen aus Steinbockhorn kaufen oder Ethno Barbies.

Auch verhungern mussten wir nicht. Und wir haben nicht mal was gezahlt. Zum Mittag gabs ein Kartoffel Schaf Gericht geteilt mit älteren Damen.

Abends wurde ich beim vorbei laufen erst zu ner Suppe aus nem riesen Pott eingeladen und dann in eine Jurte zu einem Nudelgericht mit mehr Schaffleisch.

Allgemein erhalten wir hier viel Beachtung da wir oft die einzigen Touristen sind. Vorallem die einzigen die das ganze Festival anschauen. Deswegen müssten wir auch diverse Interviews geben. Ihr seht hier ist ziemlich viel los und es ist lustig.

Der härteste Sport der Welt

ist angeblich Kok Boru. Also haben wir uns das mal angeschaut zu meinem Geburtstag und sanft ist er auf jeden Fall nicht. Als Teil der Nomad Games scheint es der Hauptsport hier zu sein.

Es treten zwei Teams gegeneinander an. Auf dem Spielfeld sind immer 4 Spieler pro Team die aber sehr häufig durchgewechselt werden. Jeder Spieler sitzt auf einem Pferd. Der Spielball ist eine tote Ziege (oder Schaf) von über 30 Kilo. Diese Ziege muss in in einen großen grünen Pott geworfen werden. Und das natürlich vom Pferd aus.

Das Spiel ist ziemlich rasant und auch etwas brutal. man schubst, schlägt die Pferde, und es steigt auch öfter mal einer vom Pferd ab. Einmal kam auch der Krankenwagen. Die tote Ziege wurd ganz schön zertrampelt und rumgeschleift. Ich glaub bei Tierschützern ist dieser Sport nicht grade beliebt, aber er hat eine lange Traditionen in all den nomadischen Ländern der Region (Von der Mongolei bis in die Türkei). Früher mussten Männer auch ihre Heiratstauglichkeit teilweise in diesem Sport beweisen.

Beeindruckend ist die Disziplien der Pferde. Ich glaub mit deutschen Pferden wäre dieses Spiel nicht so einfach möglich. Obwohl das ganze brutal wirkt scheinen die Pferde sogar Spaß an dem ganzen zu haben. Das Spie ist halt so wild wie die Gegend.

Partybus

Mit den drei jungen Deutschen die ich in der Marshrutka nach Jyrgalan kennengelernt habe, hatte ich beschlossen einmal vom Osten in den Westen des Landes zu fahren. Nach dem Paragliding sind wir schon mal 2h um den Issyk Kul gefahren. Nach einer Nacht im Jurtencamp ging dann gestern die lange Reise los.

7uhr Morgens aufstehen um nicht all zu spät anzukommen. Haha das hat nicht so gut funktioniert. Aber der Morgen hat erstmal gut angefangen mit den zwei Eseln die ich sogar streicheln konnte.

Kurz nachdem die wegwaren kam auch eine Mitfahrgelegenheiten nach Bokonbaev. Dort mussten wir einen kurzen Stop machen zum Geld holen, Reiseproviant besorgen und um Lorenz Hut zu suchen (der war am Vortag im Auto nach Bokonbaev liegen geblieben). Leider nicht erfolgreich.

Dann ging es mit einer Marshrutka weiter nach Bischkek, eine direkte Verbindung gibt es nicht. Diese Fahrt war nicht so gemütlich da ich umversetzt wurde auf die Rückbank die eh schon enger ist und sich dann noch eine sehr dicke Frau auf den Sitz neben mir quetschte und mich gegen Fenster drückte.

Von Bischkek nach Talas wurde die Fahrt aber erst richtig interessant. 15uhr waren wir an der Marshrutka und hatten gleich Gesellschaft von einem alten betrunkenen Kirgisen. Als sich der Bus endlich füllte und wir los fuhren kamen wir nicht weit. Es gab erstmal noch 3Stops zum Einkaufen und einen bei ner Autowerkstatt. Unter anderem wurde Wodka gekauft. Kurz vor 17uhr gings dann endlich los.

Der Bus entwickelte sich schnell zum Partybus und es alle haben gesungen. Ja auch wir Deutschen zwischendrin was alle super fanden. An der Raststätte wurde dann Essen und Wodka verteilt.

Dann ging es weiter über drei hohe Bergpässe mit verschneiten Berggipfel. Die Aussicht war super.

Aber dann wurde es schnell dunkel. Nicht nur wegen der Uhrzeit sondern auch wegen wildem Schneegestöber. Also mehr laute Musik das hilft ja immer. Irgendwann um 22Uhr wären wir an einem Schild das uns verhieß das wir in 12km am Ziel sind. Wir freuten uns bald da zu sein und dann blieb das Auto stehen. Motorschaden. Mehr Singen. Irgendwann kam uns ein anderes Auto einsammeln und brachte uns zum Busbahnhof in Talas. Natürlich kannte kein Taxifahrer unsere Unterkunft trotzt Straßennamen. Schlußendlich kamen wir um 23.40 Uhr endlich an. Warum wir do weit gefahren sind erfahrt ihr bald

Fliegen

Gestern Morgen hat es endlich mit nem Termin zum Paragliden geklappt. Zu dritt haben wir uns ins Abenteuer gewagt und sind in nem alten Minibus losgefahren Richtung Berge. Die Fahrt war wahrscheinlich gefährlicher als das paragliden. Aber schlechte Straßen sind ja hier nix neues.

Auf einem 250m hohen Hügel wurde dann das Equipment ausgeladen. Ringsum roch es nach frischen Kräutern, überall blüht Grad wilder Lavendel. Die Aussicht war viel versprechend.

Ich wurde dann als erstes angeschnallt und gesichert und dann hieß es auf den Wind warten. Der war leider etwas dürftig gestern. Ich hatte aber noch am meisten Glück und damit den längsten Flug.

Das ganze ist gar nicht wild und abenteuerlich wie man sich das vorstellt. Ganz ruhig und gemächlich gleitet man über die Landschaft. Kein Nervenkitzel einfach schweben und Landschaft genießen. Es ist sogar noch ein Pferd unter mir durchgerannt , sehr cool. Nach 5 Minuten waren wir schon unten. Ein tolles Erlebnis Das ich empfehlen kann.

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